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'''Forstwirt''', Forstwart (Schweiz), Forstfacharbeiter (Österreich), früher auch ''Waldfacharbeiter'', ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf für einen Waldarbeiter. Ein Forstwirt führt alle anfallenden Tätigkeiten im Forstbetrieb (Waldarbeit) aus, von der Begründung neuer Waldbestände bis zur Holzernte.

Aufgaben

Die Arbeit eines Forstwirtes/ Forstwartes ist anerkannte Schwerstarbeit, der Energieumsatz bei motormanueller Tätigkeit im entspricht dem eines Spitzensportlers.

Weitere Aufgabenfelder sind:
  • und von Waldbeständen
  • Erschließen und Pflegen von Waldbeständen
  • Schützen von Waldbeständen vor schädlichen Einflüssen (Wild, Insekten, Pilze)
  • Unterhaltung von forstlichen Wegen
  • Anlegen und Pflegen von Schutz- und Walderholungseinrichtungen
  • Einsatz in der Natur- und Landschaftspflege (Schaffung und Erhaltung von Biotopen)
  • Führen von forstlichen Maschinen (Harvester, Forwarder)
  • Mithilfe im Jagd­betrieb
  • Motormanuelle Holzernte

Ausbildung

Die Ausbildung (nach Berufsbildungsgesetz) erfolgt im dualen System. Bis auf Bremen werden in Deutschland in allen Bundesländern Ausbildungsplätze angeboten. Etwa zwei Drittel der Ausbildungsplätze befinden sich im Staatswald, ein Viertel im und ca. 10 % im Privatwald. Die Ausbildung dauert drei Jahre und endet mit der Facharbeiterprüfung. Die Anzahl der gemeldeten Ausbildungsplätze ist rückläufig und betrug 2015 noch 1.656. Davon sind 6,7 % von Frauen besetzt. Der Anteil der Frauen hat in den letzten Jahren zugenommen. 2011 lag er noch bei 4,6 %.

Karriere

Aufstiegsmöglichkeiten
  • ? je nach Bundesland
  • Natur- und Landschaftspfleger (Ranger)
  • Forstwirtschaftsmeister ? bis hin zur Revierleitung, je nach Bundesland
  • Forsttechniker ? Revierleiter für Privat- und

Privatwaldbesitzer erzielen auch ohne besondere Ausbildung und ohne persönliche Ausübung forstwirtschaftlicher Tätigkeiten regelmäßig Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft und werden deshalb gelegentlich aus steuerrechtlicher Sicht als Forstwirte bezeichnet.

Beim ''Diplom-Forstwirt'', in Österreich auch nur ''Forstwirt'' genannt, handelt es sich hingegen um einen akademischen Grad, der nach dem erfolgreich absolvierten Universitäts-Studium der Forstwissenschaften verliehen wird. Forstwirte in Österreich, die zuvor an einer Hochschule ausgebildet wurden, sind berechtigt eine Forstfläche von über 3600 Hektar zu bewirtschaften. Die Ausbildung hierfür erfolgt an der (zehnsemestriges Bakkalaureats- und Magister­studium) mit zweijähriger Praxis als Forstassistent und einer für den höheren Forstdienst.

Siehe auch

  • Dienstgrade in der Forstwirtschaft der Deutschen Demokratischen Republik

Literatur

  • & Arbeitsausschuss der Waldarbeitsschulen der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg.): ''Der Forstwirt. 112 Tabellen''. Ulmer, Stuttgart-Hohenheim 2004, ISBN 3-8001-1226-4
  • Uwe Tobä: ''Zwischen Stoppuhr und Spaltaxt. Die Geschichte der Waldarbeiterausbildung im 20. Jahrhundert. Interdisziplinäre Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der forstlichen Arbeitswissenschaft und berufs- und arbeitspädagogischer Entwicklungen, Grundlagen und Begründungen''. Conte-Verlag, Saarbrücken 2003, 472 S., ISBN 3-9808118-7-5
  • Ekkehard Schwartz: ''Arbeits- und Lebensbedingungen der Waldarbeiter im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Deutschland''. KWF-Bericht Nr. 24. Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), Groß-Umstadt 1998, 196 S.

Weblinks

  • Forstwirt/in auf ''BERUFENET'' der
  • Ausbildung zum Forstwirt/zur Forstwirtin (Seite der LWK Niedersachsen)
  • (PDF, 1,2 MB)

Einzelnachweise